
Mein
Praktikum bei BESSY
von Franziska
Metge
Dauer: 3 Wochen
vom 15.9 bis 2.10.2003
Bereich: Experimente
Betreuer:
Dr. Antje
Vollmer und Dr. Olaf Schwarzkopf

Inhalt:
1.
Was
ist BESSY?
2.
Was
ist Synchrotronstrahlung?
3.
Wozu
braucht man Synchrotronstrahlung?
4.
Meine
Tätigkeiten bei BESSY
4.1
Nutzen
der Goldaufdampfquelle
4.2 Aufbau
/ Materialien
4.3
Durchführung
4.4 Messung
(bzw. Beobachtung)
4.5
Auswertung 4.6
Diskussion
5.
Wichtige
Fachbegriffe und Abkürzungen
6.
Daten
und Fakten
7.
History of BESSY
8.
Tagesberichte
9. Fazit
1.
Was
ist BESSY?
Berliner-Elektronen-Speicherring-Gesellschaft
für Synchrotronstrahlung m.b.H.
Bei BESSY wird Synchrotronstrahlung
produziert und über Beamlines zu verschiedenen Messstationen transportiert.
BESSY ist eine Forschungseinrichtung in Adlershof. Es gibt dort interne
Forschungen, es können aber auch andere Forscher einen Messplatz mieten und die
Synchrotronstrahlen nutzen. BESSY produziert Synchrotronlicht in einem großen
Spektralbereich, und zwar von Infrarot bis zu harten Röntgenstrahlen. Es gibt
drei ähnliche Einrichtungen in Deutschland und noch mehr auf der ganzen Welt.

2.
Was
ist Synchrotronstrahlung?
Synchrotronstrahlen sind im
weitesten Sinne Licht verschiedener Wellenlängen. Zur Erzeugung werden Elektronen auf nahezu Lichtgeschwindigkeit
beschleunigt und dann durch Magnetfelder abgelenkt, dadurch strahlen sie Licht
verschiedener Wellenlängen ab. Je kürzer die Lichtwellen sind, desto höher ist
die Energie. Das so erzeugte Licht wird mit Strahlrohren zum Experiment
geführt.

Das elektromagnetische Spektrum.
3. Wozu braucht man
Synchrotronstrahlen?
Synchrotronstrahlen haben einen vielseitigen
Anwendungsbereich. Sie werden in der Physik, Medizin, Chemie,
Werkstoffwissenschaften, Biologie und angewandter Forschung genutzt.

Mit Synchrotronstrahlen kann man vieles sichtbar
machen, was das menschliche Auge so nicht erkennen könnte. Man richtet den
Strahl einfach auf eine Probe und kann dadurch sehen, wie die Oberfläche
strukturiert ist.
4. Meine Tätigkeit bei BESSY
-(schrauben) Aufbau einer Messapparatur
-Charakterisierung einer
Goldaufdampfquelle
-auswerten
4.1 Nutzen der Goldaufdampfquelle
In
den Strahlrohren bei BESSY sitzen Goldnetze, um die Lichtintensität der Synchrotronstrahlung zu überprüfen,
während man mit dem Licht Experimente durchführt. Es ist wichtig, dass die
Lichtintensität immer genau bekannt ist, damit die Ergebnisse nicht verfälscht
werden. Doch wenn die Goldnetze verdreckt sind, können sie nicht mehr richtig
messen. Gold ist zwar ein Element, wo sich relativ wenige Stoffe absetzen. Nach
einigen Wochen setzen sich aber doch ein paar kleine Partikelchen am Goldnetz
ab. Da man die Netze zum säubern aus dem Strahlrohr nehmen und dadurch einige
Teile dieser belüften müsste, sollen unter die Goldnetze Goldaufdampfquellen
gebaut werden.
Von FMB entwickelter Goldverdampfer
Selbst gebauter Verdampfer
Diese
dampfen alle paar Wochen eine Schicht Goldatome auf die Netze auf, dadurch sind
sie wie neu.
Damit
nicht zu viel Gold aufgedampft wird, versuchen wir raus zu messen, wie viel
Gold bei welcher Spannung abdampft, das ist nämlich noch nicht erforscht.
FMB
hat einen Verdampfer entwickelt und wir sollen ihn charakterisieren und testen.
Da
das Gold des FMB Verdampfers unerwartet schnell vollständig verdampft ist,
haben wir uns schnell noch einen eigenen Verdampfer gebaut und diesen auch
charakterisiert.
4.2 Aufbau / Materialien
Material: zwei
Fensterflansche (a), zwei Übergangsflansche (b) mit Manipulatoren (c),
Goldquelle, Quarzwaage (d), Druckmessgerät (e), Vakuumpumpe (f), Flansch mit
Stromdurchführung (g), Ventil (h), Dichtungsringe aus Kupfer (i), versilberte
Schrauben aus Edelstahl, Stromkabel für die Goldquelle, Splitterschutz
Aufbau: An der
Kammer sind 6 Flansche befestigt. Der obere und vordere Flansch sind
Fensterflansche, damit man später den Versuch genau beobachten kann. Am linken
Flansch ist ein Übergangsflansch für die Quarzwaage, dran. Am hinteren Flansch
ist die Stromdurchführung für die Goldquelle und ein kleines Fenster befestigt. Am rechten Flansch ist
ebenfalls ein Übergangsflansch mit Manipulator und Goldaufdampfquelle
befestigt. Am unteren Flansch kommt zuerst ein Druckmessgerät, dann ein Flansch
und ein Ventil, das mit Pressluft geöffnet werden kann. Zum Schluss kommt noch
ein Flansch, an dem die Vakuumpumpe befestigt ist. Über der Pumpe befindet sich
noch ein Splitterschutz, damit während des Aufdampfens nichts in die Pumpe
fällt und die Pumpe dadurch zerstört.


4.3 Durchführung
Zuerst
muss man alles luftdicht verschrauben und mit Pressluft das Ventil öffnen,
damit die Vorpumpe anfangen kann die Kammer zu evakuieren. Danach kann man
einen Lecktest durchführen. Dabei wird Helium auf die Flansche gepustet und
wenn irgendwo ein winziges Loch ist, so fliegen die Heliumatome durch dieses
durch und gelangen durch die Pumpe in einen Schlauch, der zum Lecktester führt.
Dieser zeigt an wie viele Heliumatome durch das Loch geflogen sind. Wenn er also anzeigt, dass ein paar
Heliumatome bei ihm angekommen sind,
weiß man, dass dort ein Leck ist. (zum Vergleich: ein Haar auf einem
Dichtungsring ist ein riesengroßes Loch.). Wenn man den Lecktest durchgeführt
und keine Löcher gefunden hat, kann man ausheizen. Dazu werden Heizbänder um
die Kammer gewickelt. Man sollte Ausheizen, damit der Schmutz von den Wänden
abdampft und abgepumpt werden kann. Damit nicht soviel Wärme verloren geht,
wird die Apparatur in Alufolie eingepackt. Die Pumpe muss beim Ausheizen
selbstverständlich weiter laufen, sonst wird der Druck wieder schlechter. Nach
ungefähr 22 Stunden kann man die Heizung wieder ausstellen und die Kammer kühlt
ab. Dadurch bekommt man schon ein ganz gutes Vakuum und für unsere Zwecke ist
es völlig ausreichend, aber man könnte noch mit anderen Pumpen ein wesentlich
besseres Vakuum schaffen. Wenn man mit dem Druck zufrieden ist kann
man einen Strom durch die Goldaufdampfquelle fließen lassen. Dadurch wird diese
heiß und Gold dampft ab. Die Goldatome treffen auf die Quarzwaage. Der Quarz
hat eine bestimmte Schwingung, die durch die aufgedampfte Masse von Gold
beeinflusst wird. Der Quarz zeigt diese Schwingungsunterschiede auf einer
Anzeige an. Dadurch kann man erkennen, wie viel Gold bei welchem Strom
abgedampft ist. Die Quarzwaage besitzt eine Kühlung, damit sie immer die
gleiche Temperatur hat, denn auch Temperaturunterschiede können die Schwingung
der Quarzwaage beeinflussen. Danach kann man die Ergebnisse auswerten und eine
Wertetabelle und einen Graphen anfertigen.
4.4 Messungen bzw. Beobachtung
Wir haben fünf Messreihen mit unserem selbstgebauten
Verdampfer gemessen.
4 Ampere (durch den
Verdampfer fließender Strom)
Zeit Rate Dicke
Spannung
Strom Druck
Minuten
Angström/s Angström Volt Ampere mbar
00:20
0,1 2 1,5 4 3,6 10-6
01:40
0,2 14 1,5 4 3,7 10 -6
02:30
0,2 22 1,5 4 3,7 10-6
03:00
0,2 29 1,5 4 3,7 10-6
03:40 0,2 35 1,5 4 3,5 10-6
04:00 0,2 40 1,5 4 3,2 10-6
04:20 0,1 42 1,5 4 3 10-6
05:40 0 51 1,5 4 2,6
10-6
07:00 0 55 1,5 4 2,6
10-6
07:40 0 56 1,5 4 2,6
10-6
08:10 0 57 1,5 4 2,6
10-6
09:00 0 59 1,5 4 2,6
10-6
10:10 0 60 1,5 4 1,8
10-6
12:20 0 62 1,5 4 1,8
10-6
15:00 0 64 1,5 4 1,8
10-6
4,5 Ampere
Zeit Rate
Dicke Spannung Strom Druck
Min Angström/s Angström Volt
Ampere mbar
00:40 0 1 1,65 4,5 1,9 10-6
01:20 0,1 4 1,65 4,5 1,9 10-6
02:00 0,1 6 1,65 4,5 1,9 10-6
02:40 0,1 9 1,65 4,5 2,1 10-6
03:20 0,1 12 1,65 4,5 2,1 10-6
04:00 0,1 15 1,65 4,5 2,1 10-6
04:40 0,1 20 1,65 4,5 2
10-6
05:20 0,1 24 1,65 4,5 2 10-6
06:10 0,1 30 1,65 4,5 2 10-6
06:40 0,1 34 1,65 4,5 1,8 10-6
07:20 0,1 40 1,65 4,5 1,8 10-6
08:00 0,1 46 1,65 4,5 1,8 10-6
08:40 0,1 51 1,65 4,5 1,6 10-6
09:20 0,1 56 1,65 4,5 1,6 10-6
10:00 0,1 60 1,65 4,5 1,6 10-6
11:00 0,1 68 1,65 4,5 1,5 10-6
12:20 0,1 75 1,65 4,5 1,5 10-6
13:00 0,1 84 1,65 4,5 1,4 10-6
14:00 0,1 92 1,65 4,5 1,3 10-6
15:00 0,1 100 1,65 4,5 1,3 10-6
5 Ampere
Zeit Rate Dicke Spannung Strom Druck
Min
Angström/s Angström Volt Ampere
mbar
00:20 0,5 11 1,8 5 1,8
10-6
01:00 0,3 23 1,8 5 1,8
10-6
03:00 0,1 75 1,55 5 1,5
10-6
04:00 0,2 89 1,55 4,8 1,3 10-6
05:00 0,2 104 1,55 4,8 1,3 10-6
07:00 0,5 145 1,8 5 1 10-6
08:00 0,7 176 1,8 5 1,1
10-6
09:00 0,7 219 1,8 5 1,3
10-6
10:00 0,7 260 1,8 5 1,3
10-6
11:00 0,8 300 1,8 5 1,3
10-6
12:00 1 351 1,8 5 1,3
10-6
13:00 1,1 408 1,8 5 1,3
10-6
14:00 1,7 469 1,8 4,8 1,3
10-6
15:00 1,6 555 1,8 4,8 1,1
10-6
16:00 1,6 663 1,8 4,8 1,1
10-6
17:00 1,6 754 1,8 4,4 1,1
10-6
18:00 0,6 800 1,8 4,4 1,1
10-6
19:00 0,5 833 1,8 4,4 9,3
10-7
20:00 0,7 866 1,8 4,4 9,3
10-7
21:00 0,8 919 1,8 4,5 9,3
10-7
22:00 0,6 954 2,5 4,5 1,2 10-6
23:00 0,6 1019 2,5 4,5 1,2 10-6
25:00 0,7 1060 2,5 4,5 1,2 10-6
26:00 0,7 1099 2,5 4,5 1,2 10-6
28:00 0,8 1183 2,2 4,5 1 10-6
29:00 1 1240 2,5 4,5 1 10-6
30:00 1,2 1300 2,5 4,5 1 10-6
31:00 0,5 1345 2,5 4,5 1 10-6
32:00 0,5 1371 2,5 4,5 9 10-7
33:00 0,5 1397 2,5 4,3 9 10-7
34:00 0,5 1427 2,5 4,3 8,6 10-7
35:00 0,4 1456 2,5 4,3 8,6 10-7
5,5 Ampere
Zeit Rate Dicke
Min Angström/s
Angström
00:30 1,1 30
01:10 1 70
01:30 1,1 90
02:00 1,1 119
02:30 1 152
03:00 1 186
04:00 0,9 279
05:00 0,9 308
06:00 0,9 360
07:00 0,8 414
08:00 0,8 461
09:00 0,7 500
10:00 0,5 543
11:00 0,7 583
12:00 0,6 622
13:00 0,6 659
14:00 0,6 690
15:00 0,6 730
16:00 0,6 765
17:00 0,6 800
18:00 0,5 830
19:00 0,5 846
20:00 0,5 890
21:10 0,5 925
7 Ampere
Zeit Rate Dicke
Min Angström/s Angström
00:30 5 147
01:00 5 289
01:30 4,9 443
02:00 4,8 586
02:30 4,7 725
03:00 4,3 857
03:30 4,2 986
04:00 4,2 1108
04:30 4,1 1243
05:00 3,9 1356
05:30 3,9 1470
06:00 3,9 1582
07:00 3,7 1809
08:00 3,7 2028
Wir haben festgestellt, dass die Aufdampfrate ziemlich
instabil war. Das Gold war bei schon bei der Messreihe 5, 5 Ampere verdampft.
Die Wolframwendel glühte sehr stark.
glühende
Wolframwendel, Winkel als Tropfschutz, Quarzwaage(Blick von oben)

4.5 Auswertung
FMB Goldverdampfer

Goldverdampfer von FMB
Messreihen: 4A; 4,5A; 5A; 5,5A; 7A (selbst
gebastelter Verdampfer )

Mittlere Aufdampfrate

4.6 Diskussion
- FMB hat den Verdampfer wieder zurückbekommen
und es wurde
Verbesserungsvorschläge gemacht.
- FMB wird ihn verbessern und dann noch mal von
BESSY testen lassen.
Obwohl
die Raten nicht immer konstant waren, konnte man feststellen, dass je höher die
Ströme waren, desto höher waren die Raten.
5. Wichtige Fachbegriffe und Abkürzungen
HV- Hochvakuum
( 1 10-6 mbar)
UHV- Ultrahochvakuum( 1 10-10
mbar)
BESSY- Berliner-Elektronenspeichering-Gesellschaft
für Synchrotronstrahlung m.b.H.
VUV- Vakuum-
Ultraviolett
IR- Infrarot
XUV- weiche
Röntgen Strahlung
Flansch- 
Kammer 
e°- Elektron
6. Daten und Fakten
|
Durchmesser (Speicherring) |
70m |
|
Umfang (Speicherring) |
240m |
|
Strom im Ring |
200mA |
|
Geschwindigkeit (Elektronen) |
ca. 300000km/s |
|
Durchläufe der Elektronen |
1250000 mal in s |
|
e° |
1,6 10-19 C |
|
200mA |
1,25 10+18 e°/s |
|
Elektronen im Ring |
ca. 1 10+12 e° |
|
Elektronen im Menschen (70kg/100% Wasser) |
2,3 10+28 e° |
|
Leistungsaufnahme(BESSY) |
2,5 MW |
|
Leistungsaufnahme (KaDeWe) |
6MW |
|
Leistungsaufnahme(4P Familie) |
170W |
|
1mm³, 0 °C, 1 10-12 mbar |
27 Moleküle |
|
1mm3, 0 °C, Normaldruck |
2,7 10+16 Moleküle |
|
1Mol = 22,4l |
6,023 *10+²³ Moleküle |
|
|
|
|
Mitarbeiter |
Um die 200 Leute |
|
Jahresetat |
22,5 Mio. € |
|
Strahlzeitgebühren |
250€/h |
|
Drei ähnliche Betriebe in Deutschland |
DESY, Anka, Delta |
7. Historie von
BESSY
|
|
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|
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|
BESSY II
|
|
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|
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|
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8.Tagesberichte
1.Tag: 15.9.
03
Heute ist mein erster
Tag bei BESSY. Wir (Kay, Sven, Cenk und ich) sind fast eine ½ Stunde zu früh
gekommen. Meine Betreuerin heißt Antje Vollmer. Sie ist sehr freundlich, lustig
und nett. Sie kann sehr gut erklären, zu mindestens verstehe ich fast alles.
Zuerst haben wir besprochen, was wir in den nächsten 3 Wochen machen wollen. Es
wird bestimmt sehr interessant. Danach haben wir die ersten Teile für unser
Experiment geholt. Das eine Teil mussten wir aus der Halle holen. In der Halle
sieht es total cool aus. Wir haben mit zwei Leuten geredet, die gerade eine
Kammer säubern, gut verschrauben, evakuieren und ausheizen müssen. Plötzlich
kam die Ansage, dass der Speichering wieder angeschaltet wird und wir mussten
leider aus der Halle raus. Als wir fast alle Dinge im Labor hatten, wurde Antje
zur Mittagspause abgeholt. Eigentlich wollte ich ja mitgehen, doch dann habe
ich Kay getroffen und habe mit ihm einen Teil meiner Mittagspause verbracht.
Eigentlich wollte er sich mit Sven und Cenk treffen, doch irgendwie hatten sie
sich alle andere Zeiten gemerkt. Kurz nachdem Kay weg war kam Sven. Wir haben
unsere ersten Eindrücke ausgetauscht. Svens Arbeitsplatz liegt meinem direkt
gegenüber. Nach der Pause hat mir Antje eine Matheaufgabe zur Veranschaulichung
von den Größen, mit denen wir arbeiten, gegeben. Antje hatte noch einige
Probleme eine funktionierende Mikrowaage aufzutreiben. Kurz vor Schluss kam
Svens Betreuer und fragte, ob Sven bei uns mitmachen könnte, weil er nichts
mehr zu tun hatte. Antje hat mir gerade erklärt, wie einige Vakuumpumpen
funktionieren. Erst wollte sie eine malen, hat dann aber doch lieber im
Internet nach einer Abbildung einer Drehschieberpumpe gesucht und gefunden.
Danach haben wir nach einem Periodensystem gesucht, um uns die Eigenschaften
von Gold anzuschauen. Da kam auch schon Sven und Antje hat uns einiges an Hand
des Periodensystems erklärt. Zum Schluss hat sie jedem von uns noch einen Plan
von Adlershof ausgedruckt. Man muss einmal quer über die Etage laufen, um zum
Drucker zu gelangen.
Da alle hier sehr nett
sind, denke ich mal, dass die nächsten 3 Wochen Spaß machen werden.
2.Tag: 16.9.
03
Heute musste ich erst
um 11:00 Uhr da sein. Ich bin aber trotzdem mit den Jungs um 10:00 Uhr mitgefahren, bin dann ins Kaufland gegangen
und habe mir ein wenig Obst und Müsliriegel geholt. Danach bin ich durch die
Anlage gelaufen. Es gefällt mir hier sehr gut, alles ist grün und es gibt nur
ganz wenig alte, verfallene Bauten. Anschließend habe ich mich auf eine Bank
gesetzt und angefangen die Betriebsvorschriften zu lesen. Zehn vor elf war ich
oben bei Antje. Sie hat mir zuerst Olaf vorgestellt. Er arbeitet auch bei uns
mit und ist für den Goldverdampfer zuständig. Danach sind wir ins Labor
gegangen und haben überlegt, wie wir die Kammer und Flansche zusammenbauen. Wir
konnten gerade noch so acht Schrauben für den ersten Fensterflansch auftreiben.
Antje hat mir genau erklärt wie man den Flansch aufsetzt und festschraubt.
Danach ist sie losgegangen, um ca. 40 Schrauben zu holen, und ich durfte
alleine die Schrauben festziehen. Nach 20 Minuten kam sie endlich mit Schrauben
wieder. Sie hat sich mit „ Ich hab noch ’ne Lernstunde über Schrauben bekommen“
entschuldigt. Als Olaf mit der Quelle kam, hat er uns erstmal erklärt, dass das
was wir vorhaben nicht funktioniert. Also mussten wir die Waage mit an der
Seite anbringen, da aber die Waage ganz schön schwer ist, brauchten wir noch
eine Stütze. Es war ziemlich schwierig eine passende Stütze zu finden.
Irgendwann hatte jemand ne Idee und wir konnten die Waage und den Manipulator
anschrauben. Während ich die Schrauben festzog, versuchten Antje und Olaf das
Goldnetz aus der Goldaufdampfmaschine zu bekommen.
Nachdem sie fast alles
ausprobiert hatten, fasten sie den Entschluss, dass das Ding zurück zum
Hersteller FMB muss und wir uns es morgen abholen können. Zum Glück sagte Antje
dann die erlösenden Worte, ich könne Mittagspause machen. Ich hatte nämlich
mächtigen Hunger. Ich musste noch ganz schön lange warten bis Simon endlich
kam. Nach einer Weile kamen dann auch die anderen. Simon ging mir wie immer
tierisch auf die Nerven. Nach der Pause habe ich Bernhard, den
Vakuumspezialisten, kennen gelernt. Mit ihm habe ich die Flansche rechts und
oben festgeschraubt, während Antje und Olaf bei einer Besprechung waren. Als
wir alles luftdicht verschraubt hatten, konnten wir das Ventil, das zum Schutz
der Pumpe während des Schraubens dient, mit Pressluft öffnen und die Kammer das
erste Mal evakuieren. Als wir einen relativ guten Druck erreicht hatten, kamen
Antje und Olaf wieder und wir haben einen Lecktest durchgeführt. Anscheinend
haben wir das ganze gut geflanscht, denn der Tester hat kein einziges kleines
Loch gefunden. Und dann war es auch schon 4 Uhr und ich bin mit den Jungs nach
Hause gefahren.
3.Tag: 17.9.03
Heue musste ich schon um 9:00 da sein, damit Papa
mich um 3:00 Uhr abholen konnte, denn wir waren heute mal wieder beim
Wakenboarden in Großbeeren.
Nachdem wir gestern die Kammer evakuiert hatten,
mussten wir sie heute mit Stickstoff belüften. Mit flüssigem Stickstoff kann
man viele lustige Sachen machen, doch er kann auch ein wenig gefährlich sein,
weil er so kalt ist. Stickstoff hat einen Siedepunkt von ca. –196°C. Nachdem
wir die Kammer belüftet hatten, haben wir ein paar Dinge in die kalte
Flüssigkeit gehalten. Antje war ganz enttäuscht, dass die Schutzfolie mit den
Knallblasen, selbst nach dem Schockfrieren immer noch knallen konnte und nicht,
wie erwartet, in tausend Stücke zersprungen ist. Danach bin ich mit Olaf zu FMB
gegangen um den Goldaufdampfer abzuholen. Nachdem der nette Herr von FMB uns
diese wieder zusammen gebaut hatte, führte er uns durch die Werkstatt. Das war
alles sehr spannend, doch es hat fürchterlich gestunken. Auf dem Weg zurück zu
BESSY haben wir noch ein paar Blumen gepflückt, um sie anschließend in
flüssigen Stickstoff zu halten. Es hat total viel Spaß gemacht mit den Blumen
zu experimentieren und sie nur mit dem Finger kaputt zu machen. Außerdem haben
wir noch Styropor, Tesafilm, Stifte und Wasser in Stickstoff getaucht. Danach
haben wir Pause gemacht. Es gibt zwar fünf Sitzmöglichkeiten, aber nur drei
Sessel und einen Zweisitzer, was zur Folge hatte, dass ich, da ich meist als
letzte komme, neben Simon auf der Couch sitzen muss. Das wäre auch eigentlich
gar nicht so schlimm, wenn er mir nur nicht immer so auf die Nerven gehen
würde. Als ich wieder zurück ins Labor gegangen bin, hat Antje gerade Ethanol
in flüssigen Stickstoff gekippt. Danach haben wir den Stickstoff aus der
Petrischale über den Boden geschüttet. Das hat total cool ausgesehen und es hat
voll lustig gedampft. Später haben Olaf
und Antje die Goldquelle auseinandergebaut und die Kabel angesteckt. Dabei
haben sie gemerkt, dass das Filament wahrscheinlich einfach aus einer Lampe
rausgebrochen wurde und dann mit Gold überzogen wurde. Als ich gehen wollte,
waren sie gerade dabei die Goldquelle wieder zusammenzubauen.
4.Tag: 18.9.03
Heute mussten wir alle um 10:00 Uhr da sein. Da über die Hälfte der Mitarbeiter bei einem Betriebsausflug waren, betreute mich heute Herr Höft, der auch gleichzeitig Svens Betreuer ist. Herr Höft meine, Antje hätte mir aufgetragen, ein Belegheft zu schreiben und mit dem sollte ich heute schon beginnen. Außerdem durfte ich mit einer Digitalkamera Bilder von der Apparatur machen. Ich sollte sogar eine Skizze davon machen. Leider erkennt man auf dieser nicht besonders viel. Danach durfte ich Cenk erklären, was meine Aufgabe beim Praktikum ist. Der musste es später Herr Höft erklären. Ich durfte es ihm aber auch nochmal erklären. Um 3:00 Uhr durften wir alle nach Hause gehen.
5. Tag: 19.9.03
Heute früh mussten wir die Mikrowaage ausbauen. Das war ziemlich fies, weil wir die Tage vorher lange überlegt haben, wie wir sie am besten in die Kammer einbauen. Aber zum Glück hat Antje auch eine Mikrowaage, doch die bekommen wir erst am Montag. Ich durfte mich an einem nahezu winzigen Fensterflansch probieren. Es war ganz schön schwierig die kleinen Schrauben an den Flansch zu bekommen. Aber das Schlimmste war, dass ich erst bei der vorletzten Schraube bemerkt habe, dass die Unterlegscheibchen sich in das Fenster bohrten und es dadurch kaputt machten. Folge dessen war, dass ich das Fenster wieder abschrauben durfte und ein zweites bekam. Diesmal habe ich es aber gleich ohne Unterlegscheibchen verschraubt. Danach haben wir die Goldquelle versucht einzubauen, dabei muss man Handschuhe tragen, damit man keine Fingerabdrücke auf Stellen hinterlässt, die später im Vakuum liegen. Das Fingerfett dampft nämlich nur ganz langsam von den Wänden ab und würde somit das Vakuum schlecht machen.
Es hat aber alles irgendwie nicht so richtig zusammen gepasst. Antje und Olaf haben lange überlegt, was man am besten ändern kann, damit endlich wieder alles passt. Kurz vor unserer Mittagspause hatten sie die Idee, dass man mit einem neun Winkel viele neue Möglichkeiten hätte. Nach der Pause kam Antje ^ganz stolz mit einem neuen Winkel in der Hand zurück Olaf war der Meinung, sie hätten den Winkel nur bekommen, weil Antje eine Frau ist und Männer zeigen müssten, was sie doch alles könnten. Antje konnte gar nicht verstehen, warum Männer alle so leicht ticken, hat aber auch dabei einige Ausnahmen gemacht. Danach haben sie sich darüber unterhalten, dass das Y-Chromosom am verrecken ist. Davor hatte Olaf nicht so große Befürchtungen, weil wir in 125000 Jahren wahrscheinlich alle schon das zeitliche gesegnet haben. Darauf meinte Antje, dass die Männer zwar biologisch noch 125000 Jahre zu leben haben, aber gesellschaftlich gibt sie ihnen noch ungefähr fünf Jahre, bis sie überflüssig geworden sind. Nach ihrer kleinen Diskussion sind sie zu dem Entschluss gekommen, dass der neue Winkel überhaupt nichts bringt und haben den Kupferblock wieder an den alten Winkel angeschraubt. Zum Schluss haben wir noch ausgerechnet, wie viele Elektronen BESSY II und Olaf haben. Wir haben uns köstlich amüsiert.
2. Woche (6.Tag): 22.9.03
heute kam Dr. Fery zu uns, deshalb musste ich um 9:30 Uhr da sein. Zu erst war ich im Labor, doch da war keiner, dann bin ich zu Antje ins Büro, doch da war ebenfalls keiner. In der Kaffeeküche hatte ich dann endlich Glück. Antje war nämlich wie immer früh beim Kaffee kochen, damit sie erst mal wach wird und klar denken kann. Halb elf kam Dr. Fery zu uns und ich musste ihm erklären, was ich bei BESSY machen muss. Das blöde war nur, dass Antje und Olaf auch dabei waren und ich bestimmt totalen Stuss erzählt habe. Antje hat ihm dann noch ein bisschen genauer erklärt, was das Ziel unserer Anstellungen ist. Nachdem Dr. Fery wieder weg war, haben wir die Mikrowaage von Antje eingebaut. Sie musste sie vorher noch kräftig verbiegen, damit sie am Kupferblock vorbei passt. Später haben mich die Jungs abgeholt, damit wir zu Dr. Fery gehen konnten. Der hat uns erzählt, was die anderen so machen und was ihm diese Nacht lustiges passiert ist. Nach diesem Gespräch haben wir noch gut eine Stunde an der Stromdurchführung rumgebastelt. In der Mittagspause hat mich Svenja angerufen. Es war natürlich klar, dass sie Jungs totalen Stress gemacht haben und Simon mir ins Handy gebrüllt hatte. Nach der Pause haben wir den Rest zusammen geschraubt und ich durfte die Pumpe anschmeißen, aber erst nachdem wir wieder genug Pressluft hatten. Beim Evakuieren lief am Anfang erst alles bestens, aber als der Druck bei 230 mbar wieder stieg, war das doch etwas komisch und Antje hörte die Kammer ab und blieb bei dem 16ner Fensterflansch stehen und meint, ich sollte doch mal hören. Ich habe mich schon total geärgert, weil ich an dem Flansch ziemlich geschwitzt habe und dachte, dass das nicht wahr sein kann. Aber zum Glück kam das Geräusch von der Stromdurchführung. Daraufhin haben wir die Stromdurchführung wieder ausgebaut und man konnte tatsächlich durch diese durchgucken. Olaf und Antje konnten sich überhaupt nicht erklären, wer so eine Stromdurchführung braucht. Zum Glück hatte David noch eine kleine Stromdurchführung. David sitzt mit bei Antje im Büro. Er ist ziemlich rundlich, lustig und Amerikaner, was ich total lustig finde, denn wenn er anfängt schnell deutsch zu reden. dann verstehe ich nur noch Bahnhof. Wir haben die Stromdurchführung wieder angeschraubt, wobei das Problem war, dass die Pins nicht drauf passten. Als wir was anderes zum befestigen der Drähte gefunden haben, passten die Schrauben nicht durch den Flansch. Als mich die Jungs abgeholt hatten, waren Antje und Olaf gerade dabei an der Stromdurchführung rum zu basteln.
7. Tag: 23.9.03
Heute brauchte ich zum Glück erst um zehn Uhr da sein. Zuerst haben wir die Kammer luftdicht geflanscht und ausgepumpt. Anschließend haben wir einen Lecktest durchgeführt. Dabei haben wir mit der Mikrowaage einige Probleme gehabt, denn die war noch nicht so richtig fest geschraubt. Nachdem wir dieses kleine Problem behoben haben, konnten wir die Kammer weiter evakuieren und die Kammer mit Alufolie einpacken. Bevor wir die Kammer einpacken konnten, mussten wir dem Heizschlauch um die Kammer wickeln. Olaf und Antje haben mir erklärt, wie die Heizung funktioniert. Später kam noch ein netter Herr, der uns einen Schreiber vorbeigebracht hat. Der Schreiber schreibt während des Ausheizens die Temperatur mit und erstellt eine tolle Kurve. Während des Ausheizens musste ich die Temperatur und Druck mit schreiben. Das war ziemlich langweilig, aber dadurch verging die Zeit etwas schneller, weil immer nur auf die nächsten Minuten warten musste und schwubsdiwubs war es auch schon um 1:00 Uhr und ich konnte Mittagspause machen. Nach der Pause musste ich weiter schreiben. Man kommt auf ziemlich verrückte Ideen, wenn einem langweilig ist. Außerdem habe ich heute ein Foto von Antje und der eingepackten Apparatur gemacht. Kurz vor 4:00 Uhr haben Olaf und ich die Werte in den Computer eingetippt. Wir haben es in Origin geschrieben. Dieses Programm ist total cool. Da gibt man irgendwelche Daten in eine Tabelle ein und das Programm erstellt daraus einen Graphen. Nachdem wir alle werte eingetippt hatten, konnte ich nach Hause gehen. Antje war so nett und hat noch ein paar Werte bevor sie ging aufgeschrieben. Sie musste nämlich heute bis um 10:00 an der Beamline messen

8. Tag: 24.9.03
Heute hatte Olaf Geburtstag. Antje hat gestern noch bis 22:25 Uhr gemessen. Dafür kam sie heute auch ein bisschen später. Zuerst haben wir noch die letzten Werte in den Computer eingeschrieben und haben dann den Stecker der Heizung gezogen. Für das Abkühlen durfte ich ebenfalls eine Wertetabelle schreiben. Das war wesentlich interessanter und es hat nur 2 h gedauert. Zum Schluss hatten wir einen Druck von ca. 6 10-8 mbar. Das war schon ziemlich gut. Vor der Mittagspause haben wir das erste mal eine Spannung an die Goldquelle angelegt. Die Waage hat ziemlich komische Messungen angezeigt, was wahrscheinlich thermische Ursachen hat. Antje und Olaf haben beschlossen, dass die Waage gekühlt werden muss, aber bevor sie ein Umweltthermostat besorgt haben, haben wir erst mal Mittagspause gemacht. Simon hat wie immer tierisch genervt. Doch das war nicht so schlimm, weil ich so müde war, dass ich nichts mitbekommen habe. Als ich zurück ins Labor kam, war zwar Olaf da, aber Antje nicht. Also haben wir schon mal das Thermostat in die Steckdose gesteckt und Olaf hat versucht die Plastikisolierung von den Steckern für die Schläuche abzubekommen. Zum Glück hat er es nicht geschafft, denn sonst hätten die Schläuche viel zu locker gesessen. Als Antje wieder kam ist Olaf noch mal weg, um irgendetwas zu besorgen, Folge dessen war, dass wir die Schläuche ohne eine Starke Hand zusammenbasteln mussten. War zwar eine schweißtreibende Angelegenheit, aber wir haben es dennoch ganz gut gemeistert. Als wir alles fest hatten, schaltete Antje das Gerät ein. Es war ein ganz schöner Schock, als plötzlich ganz viel Wasser aus dem Ding kam. Antje hat durch die Schrecksekunde erst das Thermostat ausgemacht, als die Hälfte des Wassers schon über den ganzen Fußboden lief. Antje hat erst mal eine Menge Tücher aus der Toilette geholt. Es war eine leicht ekelhafte Arbeit, aber es war auch ganz schön lustig. Als Olaf zurückkam, hat er mir ein Stück von dem leckeren Kuchen, den seine Frau und sein Sohn für den Betrieb gebacken hat, mitgebracht. Danach haben wir die Schläuche an den richtigen Ausgängen befestigt. Olaf hat die Pumpe wieder angeworfen und das Wasser floss durch die Schläuche zur Mikrowaage und zurück. Doch leider tropfte immer noch was aus der Kühlung. Also haben wir über die Schrauben Teflon gewickelt. Beim Festschrauben gab es einen ganz ekeligen Ton. Das klang wie ein kranker Hund. Diese Aktion war eine tierische Sauerei. Als es endlich nicht mehr tropfte, schaltete wir das Netzgerät für die Goldquelle ein. Der stieg rasant schnell an, doch dann beruhigte er sich wieder. Das Filament hatte noch ziemlich viel Dreck über dem Gold und der dampfte jetzt erst ab. Bevor wir richtig messen konnten, kamen die Jungs und wir sind nach Hause gefahren.
9. Tag: 25.9.03
Heute ging es um zehn Uhr los. Wir haben gleich mit dem
Messen los gelegt. Doch die Waage hat immer noch merkwürdige Ergebnisse
angezeigt. Da haben wir gemerkt, dass die Waage nicht richtig getroffen wird.
Als wir die Waage verschoben hatten, bekamen wir recht vernünftige Messungen.
Doch plötzlich fiel der Druck und der Strom brach zusammen, obwohl wir noch
eine ordentliche Spannung hatten. Wir
hofften zwar, dass es nichts ernsteres war, aber es war klar, dass wir die Kammer belüften und öffnen mussten, deshalb besorgte Antje
fix etwas flüssigen Stickstoff und wir
belüfteten die Kammer. Zuerst haben wir den Flansch mit der Stromdurchführung
abgeschraubt. Doch es lag nicht an den Kabeln, also mussten wir auch noch die
Goldquelle rausnehmen, aber dabei passierte uns fast ein Unglück mit der Waage.
Antje konnte sie gerade so noch retten. Die Waage sah echt cool aus.
Man
sieht ein Stück von einem goldenen Rechteck. Wir haben fast alles wieder
abgeschraubt, außer der Mikrowaage. Als wir die Goldquelle draußen hatten,
konnten wir sehen, dass das Filament kein Gold mehr hatte.
Um 1:00
Uhr bin ich wie immer zur Mittagspause gegangen und habe mich bei den Jungs
beschwert, wie deprimierend das doch ist. Nach der Pause habe ich mal wieder
Fotos mit Markus´ Digitalkamera gemacht und Antje hat sich über FMB beschwert.
Sie ist nicht unbedingt so begeistert von ihnen, weil sie schon einiges
vermasselt haben und nicht immer ganz
sauber arbeiten. Nachdem sich Antje genug beschwert hat, mussten wir uns überlegen,
wie wir möglichst schnell zu einer Goldaufdampfquelle kommen. Nach allem
überlegen, sind wir zu dem Entschluss gekommen, selbst ist der Mann und bauten
selber eine Goldaufdampfquelle aus zwei Edelstahlstangen
, einem
Wolframdraht und einem kleinen Stückchen Gold. Es war ganz schön kompliziert
alle Sachen zusammen bauen. Wir mussten die Sachen sogar noch zu recht
schneiden. Als wir unsere Goldaufdampfquelle zusammen gebaut hatten, mussten
wir alles wieder zusammenschrauben. Jeder hat sich ein Paar 13ner
Schraubschlüssel geschnappt und dann haben wir um die Wette geflanscht. Es war
ziemlich lustig, denn die Kammer war viel zu klein für drei Schrauber, doch
irgendwie haben wir es doch geschafft. Kurz vor Schluss ist noch ein älterer
Herr gekommen und hat sich unsere
Arbeit angeschaut. Ich glaube, dass er relativ zufrieden mit uns ist. Als Sven
mich abholen wollte, waren wir gerade dabei, einen Flummi und einen Tennisball
in flüssigen Stickstoff zu versenken. Anschließend sind wir runter gegangen und
wollten den Stickstoff über die Steine kippen, doch Antje war der Meinung, dass
es doch viel lustiger wäre, wenn man
ihn über die Wiese kippen oder noch viel besser, über eine Blume. Antje war
sehr enttäuscht, dass der Flummi nicht in viele kleine Stücke zersprang, wie
eigentlich erwartet. Ich fand es cool, als Olaf mit einem Hammer auf den armen
Tennisball losging und große Mühe hatte ihn kaputt zu machen. Schließlich hat
er es doch geschafft und Sven und ich sind nach Hause gefahren.
10. Tag: 26.9.03
Heute musste ich mal
wieder um 9:00 Uhr da sein, dafür hätte ich aber auch schon um 2:00 Uhr wieder
gehen können. Heute war nur Olaf da, doch Antje wollte am Nachmittag kommen.
Sie hatte gestern schon einige Messungen durchgeführt und uns dazu eine 4
seitige Erklärung und Anweisung geschrieben. Als wir uns alles genau
durchgelesen hatten, fingen wir auch gleich an zu messen. Heute zeigte die
Waage keine merkwürdigen Ergebnisse an. Es dampfte erst richtig ab, als wir bei
4A waren und selbst da hatten wir eine Aufdampfrate unter 0,1 Angström/s.
Danach haben wir 4,5A ; 5A ; 5,5A und 7A Strom fließen lassen. Bei 7A haben wir
die Einstellungen auf Wolfram umgestellt, denn auf der Wendel war kein Gold
mehr und wir hatten den Verdacht, dass Wolfram aufdampfen könnte. Wir haben für
jede Messreihe eine Tabelle angelegt. Manche Messungen waren echt
„spektakulär“. Da ging die Rate rasant nach oben und fiel dann genauso
plötzlich wieder ab. Bei manchen Messungen war die Rate ziemlich stabil. Als
wir das Netzgerät ausgeschaltet haben und uns eigentlich die Wendel anschauen
wollten, mussten wir feststellen, dass wir uns falsche Hoffnungen machten, denn
das einzige, was man sehen konnte, war sein

Spiegelbild. Man konnte
noch nicht mal mit einer Taschenlampe in die Kammer schauen, da kann man mal sehen,
wie hell Wolfram glüht, wenn man trotz der verspiegelten Fenster noch das
Glühen gut sehen kann. Um 1:00 Uhr haben wir Pause gemacht. Da Olaf um 2:00 Uhr
gehen musste, hat er mir noch schnell erklärt, wie ich die Tabellen dupliziere
und plotte. In der nächsten Stunde habe ich Tabellen und Kurven für die
Messreihen 4A; 4,5A; 5A; 5,5A und 7A erstellt. Als ich mit allem fertig war,
kam Antje und hat gefragt, ob alles geklappt hat. Ich habe ihr noch schnell die
Kurven gezeigt und bin nach Hause gedüst. Ich freue mich schon total auf
nachher, dann gehen wir nämlich zum Klassengrillen und ich sehe Fritzi endlich
wieder.
3. Woche (11.Tag): 29.9.03
Heute sind Olaf und ich
um 9:00 Uhr zu FMB gegangen, um ihnen die Mängel an dem Verdampfer zu zeigen
und Verbesserungsvorschläge zu machen. Antje wollte vielleicht mitkommen, weil
sie noch nie bei FMB war, sich aber immer über sie beschwert. Wir haben 5
Minuten gewartet, aber dann haben wir gedacht, dass das doch etwas zu früh für
Antje war. Als wir oben waren, haben wir uns an einen großen Konferenztisch
gesetzt und Herrn ? die Probleme erklärt. Es gab natürlich auch gute Dinge an
dem Goldverdampfer und FMB will ihn verbessern. Die verbesserte Version soll
dann noch mal an die Waage und anschließend kann man ihn hoffentlich in die Strahlrohre einbauen.
Als wir wieder bei
BESSY waren, war Antje immer noch nicht da. Zum Glück haben wir nicht auf sie
gewartet, da hätten wir nämlich lange warten können, Nach 10 Minuten ist Antje
auch eingetrudelt. Der erste Weg ging wie immer in die Küche und sie hat sich
eine Tasse Kaffee gemacht. Olaf hat gleich eine Tasse mitgetrunken. Was würden
sie nur ohne ihre Kaffeemaschine machen? Danach habe ich mir mit Olaf und Antje
die Graphen angeschaut. Anschließend sind wir ins Labor gegangen und haben die
Apparatur belüftet. Als sie wieder auf Atmosphärendruck war, haben wir alles,
bis auf Pumpe und Mikrowaage, abgeschraubt. Die Flansche und die anderen Sachen
sahen echt cool aus von der einen Seite richtig milchig und von der anderen
verspiegelt.
Aus den
Flanschen und dem Winkel haben wir lustige Smilies gemacht. Beim Saubermachen
der Fenster konnte man gut sehen, dass die Schicht auf den Flanschen
eigentlich so gut wie gar nichts ist. Ein 63ger Flansch total verschärft
aus. Bevor Antje ihn richtig gesäubert hat, hat sie noch ein Smilie auf den
Flansch gemalt. Als wir uns unsere selbst gemachte Goldquelle genauer
anschauten, konnten wir feststellen, dass an der Wolframwendel nichts passiert
ist => kein Wolfram aufgedampft, stattdessen sahen die Lüsterklemmen etwas
angegriffen aus. Danach haben wir alles wieder angeschraubt und sind in Olafs
Büro gegangen. Dort hat Olaf mit den Bilder von unserer Apparatur rum
experimentiert. Er wollte sie in eine Slideshow verwandeln und sie unter einem
anderen Dateityp speichern, doch irgendwie wollte der Computer nicht so, wie
Olaf. Nach ungefähr einer halben Stunde hat der Computer doch nachgegeben und
Olaf konnte seinen willen durchsetzen. Mittagspause gemacht. Ich wollte heute
zum ersten Mal mit den Jungs in die Kantine gehen. Die Kantine sieht total cool
aus, nur das angebotene Essen hat mir nicht so zugesagt. Ich habe mich für
Kartoffeln und Paprikaquark entschieden, das klang immer noch besser als
Bohnensuppe oder Kängurusteak. Die Kartoffeln haben überraschend gut geschmeckt
und der Quark ging so einigermaßen. Nach 40 Minuten war ich wieder zurück bei
BESSY. Die Leute vom Seminar haben gerade Pause gemacht. Auf der Etage war es
ziemlich voll. An der Glastür redeten Antje und Olaf mit einem Mann, der uns
morgen durch die Schwerlasthalle führen will. Nachdem sie fertig gequatscht
haben, sind wir in Olafs Büro gegangen und haben noch eine Tabelle für die
mittlere Aufdampfrate erstellt. Als ich fertig war , habe ich sie geplottet
und ein bisschen dran rumgespielt. Origin ist ein richtig gutes Programm. Es
wäre cool, wenn ich das auch zu Hause hätte, dann bräuchte ich nicht mehr diese
langweiligen Graphen für Mathe und Physik anlegen. Zum Schluss sind Olaf und
ich noch in die Personalabteilung gegangen. Die wollten uns zu Hr. Frederking schicken, aber dort hatte man uns
zuvor zur Personalabteilung schicken. Die nette Dame konnte mir leider nicht alle Fragen beantworten, deshalb muss ich
morgen um 10:00 Uhr noch mal vorbeischauen. Danach konnte ich nach Hause gehen.
12. Tag: 30.9.03
Heute konnte ich
endlich mal wieder etwas länger schlafen. Kurz vor 10:00 Uhr war ich oben bei
Olaf im Zimmer. Er meinte, Antje wäre noch bei einem Vortrag, kommt aber auch
bald. Plötzlich kam der Man von gestern. Er war eigentlich auch bei dem Vortag
und fragte, ob wir die Führung auf den Nachmittag verlegen können, da hätte
Antje auch wieder Zeit gehabt. Heute Vormittag sollte ich noch mal zur
Personalverwaltung gehen, doch vorher bin ich zu Christian gegangen, um mir
Fragen zum Betriebsrat beantworten zu lassen. Es war relativ interessant. Nach
10 Minuten waren alle meine Fragen beantwortet und ich bin mit Olaf zur
Personalverwaltung gegangen. Dort wurden mir die restlichen Fragen zur
Gusbildung beantwortet. Als wir wieder in Olafs Büro waren, hat er mir gezeigt,
was Antje gestern noch mit den Graphen angestellt hat. Danach hatte ich noch
ein paar Fragen zu Synchrotronstrahlung. Um diese zu beantworten sind wir mal
wieder zu Heike rauf gegangen. Sie fragte gleich, ob wir wieder die
Digitalkamera bräuchten, doch heute brauchten wir ein Bild von kotzenden
Elektronen. Olaf hat mir die Synchrotron Strahlen relativ anschaulich erklärt.
Er meinte, man würde Elektronen so schnell Karussell fahren, bis sie Licht
kotzen. Die Elektronen sahen ziemlich lustig aus. Dann hat er mir noch erklärt,
was das Ziele der Undulatoren und Wiggler sind. Anschließend habe ich meine
Sachen geschnappt und bin mit Olaf in die Bibliothek gegangen. Dort stinkt es
nach Möhren. Olaf hat meinen Praktikumordner, Microsoft Word und noch irgendein
Programm auf den Desktop geholt und ich konnte anfangen den Bericht zu
schreiben. Kurze Zeit später kam Antje und fragte, ob alles okay war. Da beim
schreiben relativ wenig schief laufen kann, fragte ich sie noch, wo und wann
wir uns nachher zur Führung treffen wollten und dann ging sie wieder. Um 13:00
Uhr bin ich runter in die Raucherecke gelaufen und wollte mit den Jungs
Mittagspause machen. Zuerst waren nur Simon und Sven da. Simon wollte unbedingt
wieder in die Kantine gehen. Ich war gleich dagegen. Zu Glück waren Kay und
Cenk auch nicht so begeistert von Simons vorhaben und wir machten auf unsern
geliebten Sesseln in der Raucherecke Pause. Dort stinkt es zwar mächtig, aber
das konnten wir gerade noch ertragen. Nach der Pause bin ich zu Antje, doch sie
war noch nicht da. Als ich gerade zu Olaf gehen wollte, kam sie mit dem Mann,
der uns durch die Schwerlasthalle führen wollte, über den Gang gelaufen.
Wir haben Olaf abgeholt und sind zur
Schwerlasthalle gegangen. Unterwegs hat mich der Mann gefragt, ob ich weiß, was
Synchrotronstrahlung ist. Auf dem Weg zur Schwerlasthalle sind wir an den
Stickstofftanks vorbeigelaufen. Jetzt weiß ich endlich, wo Antje den Stickstoff
herholt. Kein wunder, dass sie dabei so lange braucht. Auf dem Gelände wird
noch ziemlich viel gebaut. Es stehen überall Zementblöcke und Kräne rum. Die
Schwerlasthalle ist ziemlich hoch und es stehen einige Undulatoren rum. Der
Mann hat uns durch die ganze Halle geführt und dabei erklärt, wie diese Undulatoren
funktionieren und gebaut werden. Es ist sehr aufwendig solche Dinger zu bauen.
In der Schwerlasthalle werden aber nicht nur Solche Undulatoren gebaut, sondern
auch Magneten untersucht und irgendwelche Teile mit einer sehr großen, aber
auch sehrgenauen, Maschine ausgemessen. Es war alles sehr interessant und ich
habe sehr viel gelernt, wenn ich mir auch nicht alles merken konnte. Als wir
mit der Führung fertig waren, bin ich wieder in die Bibliothek gegangen und
habe an dem Bericht weitergeschrieben. Um 4:00 Uhr hat mich Sven abgeholt und
wir sind zusammen nach Hause gefahren.
13. Tag: 1.10.03
Heute brauchte ich wieder erst um 10:00 Uhr da sein. Ich habe mich gleich an die arbeit gemacht den Bericht weiter zu schreiben. Kurz nach halb elf kam Antje und hat guten Morgen gesagt. Sie sah noch ziemlich müde aus. Bis zur Mittagspause habe bin ich bis Seite 12 gekommen. Nach der Mittagspause habe ich weitere 4 Seiten geschrieben. Um kurz dach drei kamen die Jungs in die Bibliothek und wollten eigentlich mit mir nach Hause fahren, doch ich hatte erst um 16:00 Uhr Schluss und wollte auch so lange bleiben, weil ich noch eine Menge zu schreiben hatte. Plötzlich kam einer auf die Idee, nachdem sie sich in der Bibliothek umgeguckt haben, dass sie mir helfen konnten. Ich sollte diktieren und einer von ihnen tippte. Das heilt ich aber für keine gute Idee, denn ich war gerade dabei, die Tagesberichte aus meinem Buch abzuschreiben und darin stand auch einiges über sie. Nach langem nerven, habe ich doch nachgegeben und habe sie schreiben lassen, was auch nicht viel schneller ging als bei mir, denn sie lenkten sich gegenseitig stark ab. Nach dem zweiten tag habe ich aufgegeben und den Text gespeichert, sodass wir nach Hause gehen konnten.
14.Tag: 2.10.03
Heute ist leider mein letzter Tag. Ich würde am liebsten in den Ferien weiter machen. Ich war ganz erstaunt das Antje schon da war. Sie meinte, das sie nachher mit Olaf runterkommt und mit mir die Fehler des Berichtes besprechen wollen. Als ich in der Bibliothek war wollte ich die Tagesberichte, die ich gestern auf Diskette gespeichert hatte, auf den Rechner kopieren. Dabei viel mir auf, dass die Maus nicht reagierte. Ich fand das ziemlich blöd, aber irgendwie habe ich den Vorgang auch mit der Tastatur hinbekommen. Danach habe ich die Fehler, die mir Papa gestern angestrichen hat, korrigiert , das ging auch noch ohne Maus, aber als ich den Text weiter schreiben wollte, brauchte ich doch die Maus. Also bin ich hoch zu Antje gegangen. Antje saß gerade mit Olaf zusammen über meinen Bericht und korrigierten ihn. Olaf meinte, dass sie in 10 Minuten runter kommen und mit mir den Bericht besprechen wollen, dabei wollte er auch gleich mal nach der Maus schauen. Nach 10 Minuten kam Olaf und schaute sich die maus n. dabei kam er auf einen Verdacht. Am Nebentisch war nämlich die gleiche Maus, also tauschte er die Mäuse um und tatsächlich ging die andere Maus an meinem Computer. Da hatte irgendjemand einfach die Mäuse vertauscht. Danach ist Olaf wieder gegangen und kam erst kurz vor elf mit Antje wieder. Ich fand, dass sie gar nicht so viel an dem Bericht auszusetzen hatten, wie ich eigentlich erwartet hatte. Um 11:00 Uhr ist Olaf zu einer Besprechung gegangen und Antje und ich haben den bericht alleine weiter besprochen. Nachdem Antje gegangen war, habe ich die restlichen Fehler korrigiert und weiter geschrieben. Um 1:00 bin ich mit den Jungs in die Kantine gegangen. Wir wollten an unserem letzten Tag noch einmal richtig essen. Na ja, aus dem „richtigem Essen“ wurde bei mir ein Pudding, ein trocknes Brötchen und Pfirsich Eistee. Der Pudding hat richtig gut geschmeckt, das Brötchen war zwar etwas hart, aber mit dem Eistee ging es dann doch.
Als ich wieder zurück in der Bibliothek war, habe ich mich gleich wieder an die arbeit gemacht. Von der Bibliothek aus hat man einen guten Überblick über den Eingang von BESSY. Dort laufen manchmal ziemlich lustige Gestalten rum. Irgendwann kamen Antje und Olaf noch mal. Sie fragten, ob alles okay war. Später wollten wir noch Buchstaben für die Beschriftung der Apparatur in einige Bilder einfügen, aber da wir das erst ganz zum Schluss machen wollten, waren sie nur ganz kurz bei mir und sind dann wieder gegangen. Kurz vor 3:00 Uhr kamen sie wieder und haben sich noch mal den überarbeiteten Bericht durchgelesen. Sie haben nochein paar Fehler gefunden, aber im großen und ganzen waren sie doch recht zufrieden (hoffe ich). Danach haben wir den Bericht gespeichert. Der PC braucht ganz schön lang um die Datei zu speichern. Gegen halb vier bin ich mit Olaf in sein Büro hochgelaufen. Zuerst hat er die Bilder, die wir beschriften wollten, in irgendein Fotoprogramm reinkopiert und hat versucht in die Bilder Buchstaben ein zu fügen, doch irgendwie wollte das Programm nicht so wie er. Er fing schon langsam an zu fluchen, bis er es aufgab und die Bilder in ein anderes Programm zu kopieren. In diesem hat er es nach ein paar fehlgeschlagenen Versuchen geschafft, die Buchstaben in die Bilder einzufügen. Anschließend haben wir die Bilder mit den Buchstaben wieder in den Bericht kopiert und haben den gesamten Praktikumordner auf eine CD gebrannt, damit ich auch nach dem Praktikum alles bei mir zu Hause auf dem Rechner habe und den Bericht zu ende schreiben kann. Zum Schluss sollte ich noch sagen, wie mir das Praktikum gefallen hat und bekam auch noch eine mündliche Bewertung bekommen. Danach habe ich mich verabschiedet und bin nach Hause gegangen. Ich bin etwas traurig, dass das tolle Praktikum schon zu ende ist, aber ich komme bestimmt mal zum Schrauben wieder, wenn ich darf. Jetzt freue ich mich noch mehr auf die lange Nacht der Wissenschaften und hoffe, dass ich spätestens zu dieser Antje und Olaf wiedersehe.
9.
Fazit
Mein Praktikum bei BESSY hat mir
super viel Spaß gemacht. Ich habe eine Menge gelernt. Ich würde immer wieder
mein Praktikum dort machen und ich könnte mir sehr gut vorstellen später dort
zu arbeiten. Ich finde das Arbeitsklima sehr gut. Alle sind unheimlich
freundlich und hilfsbereit. Die Arbeit bei BESSY ist sehr spannend und macht
sehr viel Spaß. Man muss zwar ziemlich oft durch das Gebäude laufen, um alle
notwendigen Sachen für sein Experiment aufzutreiben, aber dafür haben fast alle
Mitarbeiter einen Roller.
Die Hauptarbeit bei BESSY ist
forschen. Dafür braucht man eine Messapparatur, die man selbst
zusammenschreiben muss. Das dauert ungefähr 60 % der Arbeitzeit bei BESSY.
Danach kann man in der Apparatur messen. Das nimmt etwa 10% der Arbeitszeit in
Anspruch. Danach kann man die Ergebnisse auswerten und einen abschließenden
Bericht schreiben. Dafür braucht man ca. 30% der Arbeitszeit.
Ich kann jedem, der am
Experimentieren und Schrauben Spaß hat, ein Praktikum empfehlen. Damit man in
die Messhalle darf muss man mindestens 16 Jahre alt sein, deshalb war es
manchmal etwas langweilig, weil Antje oder Olaf etwas aus der Halle besorgen
mussten, aber ich konnte ich nicht mitkommen und musste im Labor bleiben. Ich
hatte während der Zeit meistens nichts zu tun, aber das war nicht so schlimm,
denn so hatte ich genug Zeit mir die anderen merkwürdigen Apparaturen im Labor
anschauen.
Zum Schluss möchte ich mich noch
ganz doll bei meinen Betreuern Antje und Olaf bedanken. Ich fand es ganz toll
bei euch und ich bin sehr dankbar dafür, dass ihr mir soviel erklärt habt. Ich
komme bestimmt bald mal zum Schrauben vorbei.
Bis bald Franziska
J Danke